Diakonie: Ein Dienst der Kirche
Diakonie (griech. «Diakonia» = Dienst) gehört neben Gottesdienst («Liturgia»), Zeugnis («Martyria») und Gemeinschaft («Koinonia») zu den vier Grundformen, in denen Kirche Gestalt annimmt. Nur wenn diese Elemente miteinander verbunden bleiben, kann die Kirche ihre wahre Berufung in der Gesellschaft und Welt erfüllen.
Was ist Diakonie?
Gelebter Glaube: Diakonie ist die praktische Umsetzung des Glaubens und der Nachfolge Jesu. Fusswaschung: Diakonie ist der vollzogene Dienst der Fusswaschung, ein Zeichen der Demut und des Dienens. Sendung: Diakonie ist die Mission im Namen und Auftrag Jesu. Gottesdienst: Diakonie ist unser Gottesdienst als Antwort auf Gottes Dienst an uns. Prophetisch und visionär: Diakonie hat eine Lückenbüsserfunktion und ist zugleich prophetisch-visionär. Reich Gottes: Diakonie vollzieht sich in der Dimension des Reiches Gottes.
Ansätze der Diakonie
Global denken, lokal handeln: Diakonie denkt global im Sinne des Reiches Gottes und handelt lokal dort, wo Menschen leben. Mut zum Unvollkommenen: Diakonie hat das Vollkommene vor Augen und den Mut, im Unvollkommenen zu wirken. Liebe in allem: „Im Notwendigen Einheit, im Zweifel Freiheit, in allem die Liebe“ (Augustinus).
Die Wirkung der Diakonie
Versöhnung statt Trennung
Frieden statt Feindschaft
Einheit statt Spaltung
Gerechtigkeit statt Gewalt
Nächstenliebe statt Egoismus
Hoffnung statt Resignation
Lesenswerte Beiträge
Der Beitrag der Diakonie zur sozialen Zukunft – Paolo Ricca
Diakonie macht Kirche gesellschaftsrelevant – Christoph Sigrist
Diakonie, ein Wesensmerkmal Christlicher Identität – Sr. Brigitte Arnold
Diakonie als helfendes Handeln – Von der Hilfe-Fähigkeit und Hilfe-Bedürftigkeit aller Menschen – Heinz Rüegger
Diakonie im Horizont des Reiches Gottes – Thesen von Jürgen Moltmann
Was ist „diakonisch“ am christlichen Handeln – Marco Würgler

